Titelbild Aalschokker

Lunare Rhythmen des Wanderverhaltens von Fischen

Hier wird ein Zusammenhang gesucht zwischen beobachteten und statistisch gesicherten Verhaltensweisen von Organismen und mathematisch definiertem astro-physikalischem Geschehen. Ein solches Geschehen ist die Rotation des Erde-Mond-Systems (EMS) um dessen Mittelpunkt, der 0,73 Erdhalbmesser vom Erdmittelpunkt entfernt, also noch innerhalb der Erde, liegt.

Von besonderem Interesse sind die dabei entstehenden Fliehkräfte (Fliehbeschleunigungen) und ihre Wirkungen auf Wasserorganismen. Diese Fliehkräfte sind, anders als seit einem halben Jahrhundert auf Grund einer  eingeschränkten Betrachtungsweise dargestellt wird, nicht überall auf der Erde gleich. Hierfür wird der mathematische und experimentelle Beweis in der ersten der hier veröffentlichten Arbeiten, „Gezeiten bildende „Komponente Fliehbeschleunigung“ überall gleich und gleichgerichtet“, vorbereitet. Ein mathematisch schlüssiger Beweis – „Die wirkliche „rotationslose Revolution“ oder die vergessene Systemdominanz“ - ist dieser Website nunmehr als Teil 6 hinzugefügt worden.

Die zweite Arbeit, „Aal und Mond“, beschäftigt sich mit der möglichen Fähigkeit des Aals, Fliehbeschleunigungen wahrzunehmen. Seine Verhaltensweisen bei der meerwärtigen Abwärtswanderung im Fluß lassen eine solche Sensibilität vermuten. Unter anderem würde sie auch erklären, auf welche Weise der abwandernde Blankaal den Stromstrich und in diesem den schnellstmöglichen Weg ins Meer findet (Ariadne-Reflex).

Diese Vorstellung wird in der dritten Arbeit weiterentwickelt. Dabei ist zu bedenken, daß sich die Fliehbeschleunigungen eines turbulent strömenden Flusses mindestens im mm/s²-Bereich bewegen. Demgegenüber haben wir es bei den möglicherweise rhythmisierenden Fliehbeschleunigungen des Erde-Mond-Systems mit Größenordnungen von µm/s² zu tun. Sie und die Gravitationbeschleunigungen des Systems reichen im mechanischen Erklärungsmuster der Gezeitenbildung allerdings aus, in den Ozeanen Ebbe und Flut zu erzeugen.

Die übrigen zwei Arbeiten über den Aal und den Hering fordern schon seit  über  sechzig Jahren zu weiterführenden kausalanalytischen Bemühungen heraus.

Was den Aal und sein lunarperiodisches Wanderverhalten betrifft, so bieten die Bewegungen des Erde-Mond-Systems und dessen Beschleunigungen augenscheinlich Ansätze zu schlüssigen Deutungen, soweit der Mensch sich dazu herbeiläßt, (Wasser-) Organismen gegenüber mechanischen Reizen weitaus größere als menschliche Sensibilitäten zuzuerkennen. (Vergleiche dazu auch die in der dritten Arbeit beschriebene Beobachtung das Auftriebs- und Sinkverhaltens lebloser Körper).

Wie beim Aal sind wir auch beim Hering darauf angewiesen, vom Wechsel der Fangmengen auf die Veränderungen des Wanderverhaltens zu schließen. Dem lunar-periodischen Verhalten der Nordseeheringe, soweit es als Reizantwort erscheint, liegen ganz andere Reize zugrunde als dem der Blankaale. Hier spielt das Mondlicht eine Rolle. Dabei ist fraglich, ob das Mondlicht die Schwimmtiefe der Heringsschwärme unmittelbar beeinflußt oder ob der Hering dem mondlichtabhängigen Planktonhorizont folgt. Der vorherrschende, mit der halbmonatlichen Ungleichheit der Gezeiten übereinstimmende Verhaltensrhythmus des Herings ist nicht auf einen Reiz seitens „des Mondes“ zurückzuführen sondern erscheint als eine Reaktion auf die mondbedingten periodischen ozeanischen Massenverschiebungen. Dabei ist, anders als beim Aal, völlig offen, wo man nach einer Reiz-Reizantwort-Funktion suchen könnte.

Juni 2017

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